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Erziehung des Kindes zum Glauben oder Gottes Hilfe . . . .


9.8.1942      B. D. NR.    2443





Einem jeden Hinweis von oben soll Beachtung geschenkt werden, denn Gott leitet Sein Wort nicht zwecklos zur Erde. Sowie der Mensch eine Verbindung erkennt zwischen Himmel und Erde, sowie er alles Geschehen in Zusammenhang bringen kann mit einer geistigen Führung, wird ihm sowohl das irdische Leben leichter tragbar sein als auch sein Seelenzustand sich heben, denn dann sieht er auch sein eigenes Erdenleben nicht sinn- und zwecklos an, sondern er ist sich seiner Aufgabe bewußt.




Die Gewißheit, daß der Wille Gottes entscheidend ist für jegliches Geschehen, bestimmt ihn, auch sich selbst diesem Willen zu unterstellen, sich von ihm lenken zu lassen, und er bemüht sich, dem Willen Gottes entsprechend zu leben. Und dann schenkt er auch der göttlichen Stimme, Seinem Wort, vollste Beachtung . . . Und also lebt er sein Leben bewußt . . . .




Der Mensch in seiner Unkenntnis benötigt das Wort Gottes. Sowie er das Erdenleben beginnt als Mensch, mangelt ihm jedes Verständnis, jedes Wissen um göttliche Dinge. Er muß erst langsam eingeführt werden in das Wissen darum, und er wird von menschlicher Seite darüber aufgeklärt, vorausgesetzt, daß die Mitmenschen selbst in Verbindung stehen mit Gott, daß sie selbst Gott anstreben und selbst Kenntnis haben von Seinem Walten und Wirken . . . . daß sie glauben . . . Dann wird auch das Kind in diesen Glauben geleitet.




Sind jedoch die Mitmenschen selbst glaubenslos und sie übertragen ihren Unglauben auch auf das Kind, so ist dieses aber dennoch nicht der Gegenmacht überlassen, sondern Gott Selbst nimmt Sich seiner an und hilft ihm zur Gewinnung der Erkenntnis, indem Er seinen Lebensweg so gestaltet, daß das Denken angeregt wird, er also auf gedanklichem Wege unterwiesen wird und dem gleichen Ergebnis zugeführt werden kann . . . . daß er glauben lernt an einen Gott, Der sein Lebensschicksal in der Hand hält . . . . daß er glauben lernt an eine Bestimmung, an eine Aufgabe, die der Mensch während seines Erdenlebens erfüllen soll.




Gott läßt keinen Menschen ohne Hilfe, Er überläßt keinen sich selbst oder den ungläubigen Mitmenschen . . . . Er hat dem Menschen Verstand gegeben und eine Denkfähigkeit, die ihn auch auf direktem Wege zum Erkennen führen kann, wenn die Erziehung durch Mitmenschen versagt. Nur den Willen muß der Mensch aufbringen, in der Wahrheit zu stehen . . . . Er darf sich nicht treiben lassen, sondern er muß selbst tätig sein, er muß danach verlangen, das Wahre zu wissen und das Rechte zu tun . . . . Dann gibt Gott Sich ihm zu erkennen, und Er leitet ihn, daß er sein Ziel erreichen kann . . . .





Amen


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